Der erste Block in der Bobitzer Schulstraße wird demnächst abgerissen. Das haben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen: Der Wohnungsgesellschaft wurde der Abriß nahegelegt. 21 Wohnungen hat der Block in der Schulstraße 13 – 15. Wenige Kilometer entfernt, in Beidendorf am Dorfplatz 11/13, wird ein weiterer Block mit 12 Wohnungen abgerissen.

Der Grund für den Abriß ist die hohe Leerstandsquote. Und die ist laut Regionaler Wohnungsgesellschaft Bad Kleinen GmbH als Eigentümerin der Blöcke in „Altersstruktur der Mieter, Vergreisung des Wohngebiets, demografischem Wandel, arbeitsbedingtem Wegzug und fehlender Infrastruktur“ begründet.

Wir brauchen einen Plan für die Zukunft unserer Gemeinde.

Wir brauchen Ideen für die Entwicklung unserer Dörfer. Wir brauchen Anreize, hier zu bleiben. Anreize, hier herzukommen. Anreize, hier zu investieren. Es reicht nicht aus, aus den Grundstücken der Wohnblöcke nach deren Abriss Bauland für schicke Einfamilienhäuser zu machen. Das bekämpft Symptome, aber keine Ursachen.

Und darüber müssen wir uns gemeinsam den Kopf zerbrechen. Das ist kein Thema, was als Tagesordnungspunkt auf einer Gemeindevertretersitzung abgehandelt wird. Vielmehr ist es ein sehr vielschichtiges Problem, an dem wir Monate und Jahre arbeiten müssen. Ideen entwickeln, diskutieren und umsetzen.

Andere Gemeinden machen es vor: Zukunftsausschuß, Ausschuß für Dorfentwicklung, Dorfgespräche – wie auch immer das Kind heißen soll. Wir brauchen einen Rahmen, in dem wir über unsere Ideen und Gedanken sprechen, wie wir genau dem Trend, der sich beispielsweise im Abriß von Wohnblöcken zeigt, entgegenwirken können. Wie wir für uns und unsere Kinder lebenswerte Dörfer entwickeln und erhalten.

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