Das Wahlergebnis liegt vor. Für mich ist es ein Grund zu großer Freude: Mit 222 Stimmen und 5,8 Prozent der Gesamtstimmen ziehe ich in die neue Gemeindevertretung ein. Das sechstbeste Ergebnis von 23 Kandidaten! Ich freue mich sehr darüber und sage an dieser Stelle ganz herzlich Dankeschön an alle, die mir mit ihrer Stimme auch ihr Vertrauen gegeben haben.

Denn das ist für mich tatsächlich auch ein großer Vertrauensvorschuss: Ich bin neu in der Gemeinde. Daraus habe ich nie einen Hehl gemacht. Aber das macht es natürlich deutlich schwieriger, anzukommen. Während andere hier geboren sind, sich aus der Schule kennen, gemeinsam die wilden Jahre verbracht haben, konnte ich darauf nicht bauen. Stattdessen habe ich versucht, mit meinen Standpunkten und meiner Meinung zu überzeugen. Offenbar ist das gelungen, und darüber bin ich sehr glücklich.

Es war in der Tat ein aufregender und aufreibender Wahlkampf. Man glaubt das ja nicht, bis man diese Erfahrung auch selbst gemacht hat: Auch in einer Gemeinde ist ein Wahlkampf zeitaufwändig und anstrengend. Und vor allem in unserer großen Gemeinde mit ihren 18 Ortsteilen. Der Wahlkampf hatte viel viel Gutes: Ich habe sehr viele Menschen kennengelernt, ganz viele manchmal lange, manchmal kurze, oftmals unterhaltsame und immer freundliche Gespräche über den Gartenzaun geführt. Ich bin ganz viel herumgekommen, habe vorher noch nie so viel von unserer Gemeinde gesehen. Und ich habe auch viel Zuspruch und Unterstützung erfahren dürfen. Von Menschen, die gut finden, was ich tue. Von Menschen, die mich motiviert und inspiriert haben. Die ihre Meinung gesagt haben. Und die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Vielen Dank für 222 Stimmen!

Mein größter Dank gilt aber meiner Familie. Meine reizenden Töchter haben nicht einmal gemurrt, wenn ich Unterstützung beim Verteilen der Flyer brauchte, wenn ich „mal wieder los musste“ zu Veranstaltungen oder Treffen und mir ganz fest die Daumen gedrückt. Mein Fels in der Brandung war und ist meine Liebste, die nie gezweifelt, mich immer angespornt und mir den Rücken freigehalten, mich beraten, Dinge hinterfragt und alles gemanaged hat. Und ein Dank gilt unserem Auto, das tapfer bis fast zum Ende des Wahlkampfs durchgehalten hat und erst wenige Tage vor dem Wahltermin auf einem kleinen Feldweg bei Käselow mit den letzten Flyern auf dem Rücksitz endgültig und für immer sich verabschiedet hat.

Jetzt gilt es: Mit der nach der Bürgermeisterinnenwahl anstehenden konstituierenden Sitzung bin ich Gemeindevertreter. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und darauf, die Dinge anzupacken und umzusetzen.