Statt auf die persönliche Zusammenkunft setzt die Gemeindevertretung Bobitz in Zeiten von Corona auf digitale Treffen: Hierfür haben die Gemeindevertreter kurzfristig bei sich zuhause die technischen Vorkehrungen getroffen, um mithilfe von Videokonferenzen zu kommunizieren. Der Testlauf am Abend des 26. März 2020 – die erste Videokonferenz in der Geschichte der Gemeindevertretung Bobitz – war erfolgreich. Aus allen Teilen der Gemeinde waren die Kommunalpolitiker zugeschaltet. So konnten alle Punkte der aktuellen Tagesordnung besprochen und diskutiert werden, sodass jeder Gemeindevertreter nun in der Lage ist, seine Entscheidungen zu treffen.

Nachdem aufgrund der geltenden Corona-Einschränkungen auch für unsere Gemeindevertretung keine Zusammenkünfte mehr möglich waren, wurden zunächst alle Sitzungstermine u.a. für Ausschüsse abgesagt. Dies bedeutete gleichzeitig, keine wichtigen und notwendigen Entscheidungen mehr treffen zu können. Doch Bauanträge, Auftragsvergaben oder Vertragsgestaltungen wollte keiner auf die lange Bank schieben – denn trotz der aktuellen Situation muss es in unserer Gemeinde weitergehen. Allerdings: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um derartige Zusammenkünfte außerhalb des bisherigen Rahmens stattfinden zu lassen, fehlten zunächst. Jetzt hat die Landesregierung entsprechende Regelungen der Situation angepasst und ein Umlaufverfahren als Alternative akzeptiert. Das bedeutet, dass die Gemeindevertreter „im Umlauf“ über Entscheidungsvorlagen abstimmen. In unserem Fall werden Unterlagen entweder analog zur Einsicht und Unterschrift durch die Gemeindevertreter ausgelegt oder digital „in den Umlauf“ gegeben – also schlicht verschickt.

So bleiben wir als Gemeinde Bobitz trotz der Corona-Einschränkungen arbeitsfähig – und sind mit dieser Vorgehensweise deutschlandweit wohl ziemlich „weit vorne“. Und gleichzeitig setzen wir ein Zeichen in puncto Möglichkeiten der Digitalisierung.