Das Jahresende hatte es noch einmal in sich. Im November gab es zum Radweg an der B208 ein Sondierungsgespräch im Amt Dorf Mecklenburg Bad Kleinen. Das war auch notwendig, um den gesamten Vorgang und Ablauf mit seiner Historie verstehen zu können. Warum beispielsweise favorisiert das Straßenbauamt eine Variante, die aber augenscheinlich die Interessen mehrerer Anwohner tangiert, die damit nicht einverstanden sind? Wie lauten die Argumente der Gegner der Nordvariante (Radweg nördlich der Bundesstraße) und was spricht genau für diesen Streckenverlauf? Zu vielen, aber nicht zu allen Fragen, konnte bei dem sehr konstruktiven Gespräch Licht ins Dunkel gebracht werden. Hier wird und muss es aber weitergehen. Denn das Ziel aller Beteiligten (im Übrigen auch der Gegner der Nordvariante) ist es, dass der Radweg schnellstmöglich kommt.

Sorgenvolle Anrufe und Mails von Nachbarn haben mich bereits im September und Oktober erreicht. Es ging um Gerüchte, nach denen ein Unternehmen auf Flächen zwischen Dambeck und Wendisch-Rambow Windkraftanlagen errichten wolle. Auch wenn es für mich nicht vorstellbar war (wir haben hier ein Naturschutz- und europäisches FFH-Gebiet – Windräder in dessen Einflugschneisen sind m.E. überhaupt gar nicht diskutabel), wollte ich hierzu verbindliche Aussagen bekommen. Im Bauausschuss Anfang November bestätigte die Bauamtsleiterin, dass an diesen Gerüchten nichts dran sei. Anfragen von Unternehmen gäbe es in der Tat hin und wieder, die würden aber vom Amt schon mangels der fehlenden Windeignungsgebiete abgelehnt.

Kernthema im Bauausschuss ist nach wie vor das Thema Brandschutz/Löschwasser. Die „Wandergruppe Löschwasser“, wie wir mittlerweile das Team Venohr/Thoben/Pittelkow liebevoll nennen, hat sich alle Ortsteile angeschaut und die Situation bzgl. der Löschwasserversorgung begutachtet. Eine sehr zeitaufwändige und mühsame Arbeit – aber unglaublich wichtig. Denn dadurch wurde überhaupt erst offenbar, welche Defizite in Bezug auf die Löschwasserversorgung einzelner Ortsteile herrschen. Das erarbeitete Konzept offeriert Lösungen, die jetzt schnellstmöglich angegangen werden müssen.

An der Sitzung des Zweckverbandes konnte ich am 27. November leider kurzfristig nicht teilnehmen. Auch mich hat die Grippe erwischt. Was aber bereits auf dem Vorbereitungstreffen am Tag zuvor im Amt klar wurde: Das Thema Beiträge für Wasser und Abwasser wird uns in naher Zukunft wieder beschäftigen. Denn die Kosten insbesondere für die Entsorgung (Stichwort Klärschlamm) sind immens gestiegen. Und müssen natürlich mittelfristig ausgeglichen werden.

Im Dezember hat die Gemeindevertretung auch eine neue Hauptsatzung beschlossen. Wir haben dazu sehr lange und nicht erst im Dezember diskutiert. Denn es gab bereits kurz nach der Konstitution des Gemeinderats sehr unterschiedliche Auffassungen zu diesem Regelwerk. Insbesondere das Thema Sitzungsgelder war ein kontrovers diskutiertes. Und das wird es vermutlich auch immer bleiben. Denn einerseits verfügt die Gemeinde nicht über die finanziellen Möglichkeiten, um sich „Dinge zu leisten“. D.h. ein Gemeinderat sollte es tunlichst vermeiden, hier den maximalen Rahmen für Aufwandsentschädigungen auszureizen. Auf der anderen Seite verursacht das Ehrenamt nicht nur enorme zeitliche Aufwände, sondern auch tatsächlich finanzielle. Angefangen von Fahrten durch unsere große Gemeinde (alleine für eine gute Vorbereitung einer Bauausschusssitzung sollte man sich bei vielen Dingen vor Ort ein Bild machen) über Papier, das trotz aller Digitalisierung noch notwendig bleiben wird, Kosten für Telefonat, Tablet oder Computer… Niemand wird durch diese Aufwandsentschädigungen reich. Aber die Sitzungsgelder sollten auch zumindest eine kleine Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements darstellen. Das ist jedenfalls meine Meinung.
Übrigens: Ich liste hier ja neben den reinen Themen auch meine Zeitaufwände und die entsprechenden Sitzungsgelder auf. Sie können gerne mal einen „Stundensatz“ ausrechnen. Ich tue das nicht…

Das Thema Erdgasversorgung in Dambeck hat im November und Dezember für großes Interesse (zumindest in Dambeck) gesorgt. Da die Thematik bislang im nichtöffentlichen Teil des Ausschusses und der Gemeindevertretung besprochen wurde, kann und will ich das aktuell nicht öffentlich machen. Ich möchte aber dokumentieren, dass ich das große Interesse und den Bedarf meiner Nachbarn wahrgenommen habe und dieses auch weitergeben werde.

November 2019

04.11.2019 – Telefonat zu individuellem Anliegen eines Bürgers (45 Minuten)
06.11.2019 – Bauausschuss (150 Minuten)
13.11.2019 – Telefonat zu individuellem Anliegen eines Bürgers (30 Minuten)
19.11.2019 – Individuelles Gespräch Anwohner Windkraft (60 Minuten)
19.11.2019 – Sondierungsgespräch Radweg im Amt (105 Minuten)
20.11.2019 – Vorbereitung Amtsausschuss (45 Minuten)
21.11.2019 – Amtsausschuss Hohen Viecheln (120 Minuten)
26.11.2019 – Telefonate Untere Naturschutzbehörde/Landkreis (90 Minuten)
26.11.2019 – Vorbereitungssitzung Zweckverband/Sitzung Hauptausschuss (240 Minuten)

Summe November 2019: 885 Minuten = rund 15 Stunden

Für den Bauausschuss am 6. November habe ich eine Sitzungspauschale von 30 Euro erhalten.

Dezember 2019

02.12.2019 – Vorabstimmung/Vorbereitung Bauausschuss (210 Minuten)
04.12.2019 – Bauausschuss (120 Minuten)
16.12.2019 – Vorabstimmung/Vorbereitung Gemeindevertretung (200 Minuten)
17.12.2019 – Gemeindevertretung (190 Minuten)

Summe Dezember 2019: 720 Minuten = 12 Stunden

Für die Bauausschuss am 4. Dezember habe eine Sitzungspauschale von 30 Euro erhalten.
Für die Gemeindevertretersitzung am 17. Dezember habe ich eine Sitzungspauschale von 30 Euro erhalten.

Gesamt seit August 2019: 4.980 Minuten = 83 Stunden
Sitzungspauschalen: 210 Euro

Anmerkung: Die Angaben sind gerundet, dennoch relativ genau. Aus Datenschutzgründen sind Beschreibungen teilweise anonymisiert.